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Von der Fremdheit in der Kirche oder: Warum ein Pionier Kongress?

Loyale Radikale lieben ihre Kirche, haben dazu allerdings eine enorme Leidenschaft für Veränderung und sind so immer wieder dem Frust ausgesetzt, den der betongraue institutionelle Widerstand vor Veränderung in ihnen auslöst. Was sie noch mehr auszeichnet ist jedoch der Glaube an eine Veränderung, trotz oder gerade angesichts des Frustes, der Depression und der Enttäuschung. Sie haben Hoffnung, dass es einen Weg gibt für Neues – nicht selten sind für Pioniere diese Wege schon sichtbar. 
–Bob Hopkins

Immer mehr Menschen fühlen sich fremd in der Kirche. Immer mehr Menschen fragen nach ihrem Platz darin. Immer mehr Menschen gehen. 

Bei genauer Betrachtung gibt es vieles, das einen in der Kirche befremden kann. Vieles, was mit unserem Leben, unserer Kultur und unserem Alltag nur noch wenig zu tun hat. Vieles, das übrig geblieben ist, nicht hinterfragt wird oder kaum (noch) Relevanz besitzt. Doch das Spüren dieser Fremde hat einen transformierenden Kern – für die Kirche: Es macht sensibel dafür, dass es den ganz anderen genauso gehen mag. Christliche Sendung ist zuweilen eine Sendung aus der Fremde. Oftmals die eigene.

Vielfach sind es die unbequemen Fragen in den Gemeinden und in anderen kirchlichen Strukturen, die für diese Fremde sensibilisieren und wichtige Ansatzpunkte für Transformation, Regeneration und Innovation geben. Nicht selten sind es eben jene unbequemen Fragenstellenden, sind es die Wanderer und Wanderinnen zwischen den Welten, die damit das Wunder des Neuwerdens der Kirche begleiten.

Die Konferenz soll ein Ort sein, der das Tabu der Fremde in der Kirche bricht und damit ein erster Schritt werden, konstruktiv mit dem Phänomen umzugehen.